Additive Technology Application

© Foto nikkytok – Fotolia / Fraunhofer IAO

Additive Verfahren optimal in Wertschöpfungs­prozesse integrieren

Das Forschungsfeld »Additive Technology Application« beschäftigt sich mit der Integration von additiven Fertigungsverfahren in bestehende Prozesse und wie sich diese dabei verändern. Am Fraunhofer IAO steht dabei im Vordergrund, immer einen aktuellen Überblick über Technologien, Verfahren und Maschinen zu haben, um einen Abgleich mit Produktanforderungen von Unternehmen vorzunehmen.

Unser Ziel ist es, das maximale Potential additiver Fertigung im jeweiligen Unternehmenskontext zu finden und die Technologie ganzheitlich in den Produktlebenszyklus zu integrieren.

Unsere Ziele

»Additive Technology Application« (ATA) hat das Ziel, das maximale Potential additiver Fertigung im jeweiligen Unternehmenskontext zu finden und die Technologie ganzheitlich in den Produktlebenszyklus zu integrieren. Unternehmen sollen dabei unterstützt werden, die Chancen durch additive Fertigung für ihre Produktion zu identifizieren und wahrzunehmen. Wichtiger Grundstein ist dabei die Anpassung von Prozessen und Informationsflüssen, um die Technologie optimal zu nutzen. Dabei spielt insbesondere digitale Durchgängigkeit im Entwicklungs- und Produktionsprozess eine große Rolle. Außerdem soll im Kontext von ATA auch auf rechtliche Fragestellungen, wie IPR, Gewährleistungsfragen und Zulassungen eingegangen werden.  

Ihr Nutzen

Unternehmen gewinnen frühzeitig Einblick in die Thematik des Additive Manufacturing und dessen Einfluss und können strategische Entscheidungen besser abschätzen. Der Einsatz additiver Verfahren bietet zahlreiche Vorteile hinsichtlich Konstruktionsfreiheiten, Funktionsinklusion und Leichtbau, diese Potentiale können durch eine Analyse im jeweiligen Unternehmenskontext greifbar gemacht werden.

Die Evaluierung von Prozessen und Informationsflüssen zeigt nicht nur im Kontext von ATA, ob Unternehmen für die Zukunft gerüstet sind, auch ohne den Einsatz von additiven Technologien ist dies ein wichtiger Grundstein für Wettbewerbsfähigkeit.

Im Verbund »Additive Technology Application«, der hauptsächlich kleinen und mittelständischen Unternehmen einen Plattform bieten soll, werden die Möglichkeiten des Einsatzes additiver Verfahren erforscht und evaluiert. Ein großer Nutzen entsteht dabei durch die direkte Kooperation mit der Forschung und mit Maschinenherstellern.

Unsere Leistungen im Einzelnen

Erfahren Sie hier mehr über unsere Leistungen und wie Sie von unserem Know-How profitieren können

  • Im Rahmen des Forschungsfelds entsteht am Fraunhofer IAO ein Wiki, das dazu dient, den Überblick in der schnelllebigen Entwicklung der Verfahren nicht zu verlieren. Das Wiki wird zusätzlich durch Werte wie Maßhaltigkeit, Härte und Rundheit erweitert, die auf realen Messungen von Probekörpern basieren.

  • Die Analyse basiert auf einem Abgleich von Anforderungen an das Produkt und den Randbedingungen, die durch Verfahren, Maschine und Material bestimmt werden. Die Analyse läuft dabei in mehreren Stufen ab, bis hin zu einer Wirtschaftlichkeitsprüfung.

  • Bestehende Prozesse und Informationsflüsse werden in einer Analysephase aufgenommen und auf Potentiale untersucht. Im Anschluss wird der Einfluss auf die Prozesskette durch den Einsatz additiver Fertigung erörtert. Dabei spielt besonders digitale Durchgängigkeit eine wichtige Rolle.

  • Der Aufbau eines Additive Manufacturing Hubs soll Kompetenzen in diesem Bereich am IAO bündeln und eine Anlaufstelle für Unternehmen und Interessierte schaffen. Dabei sind Kooperationen mit Maschinenherstellern besonders im Vordergrund.

  • Das Feld der fertigungsgerechten Konstruktion wird seit Jahrzehnten beforscht und ist für die herkömmlichen Fertigungsarten inzwischen sehr weit voran geschritten. Im Bereich der additiven Fertigung muss hier Grundlagenforschung betrieben werden und in Kooperation mit CAD-Herstellern muss eine bessere Integration in die digitale Prozesskette stattfinden.

  • Im Zuge der Nutzung von additiven Verfahren werden rechtlich Themen wie IPR, Gewährleistungsfragen und Zulassungen immer wichtiger. Gerade in Branchen in denen aufwändige Zertifizierungsprozesse auf Grund von sicherheitsrelevanten Bauteilen verankert sind, stellt die Einführung additiver Technologien eine Herausforderung dar. Des Weiteren macht ein Blick in die 3D-Printing Community deutlich, dass der Schutz geistigen Eigentums enorm an Bedeutung gewinnen wird. Es müssen somit neue Konzepte und Geschäftsmodelle dahingehend entwickelt werden.

  • Im Kontext von ATA baut das Fraunhofer IAO derzeit einen Verbund auf, der hauptsächlich kleinen und mittelständischen Unternehmen einen Plattform bieten soll. In  Kooperation mit Maschinenherstellern können Möglichkeiten des Einsatzes additiver Verfahren erforscht werden. Durch den branchenübergreifenden Knowhow-Austausch können so innovative Lösungen schnell und effizient erarbeitet werden.

Ausgewählte Projekte

 

Öffentliches Projekt

PhApps - Physical Apps

Die »Physical Apps« sind keine Computerprogramme, sondern greifbare Gegenstände, die an einer genormten Schnittstelle andocken.